Das Ende einer Ära

Mittwoch, 11.06.2014

Nachdem jeder in der letzten Woche seine eigenen Wege gegangen ist, sind wir für die letzten Tage wieder zurück nach Auckland, wo am Sonntag unser Flieger Richtung Heimat gehen sollte.

Rebecca ist bereits am Freitag, den 6.6 angekommen und hatte eine wichtige Mission zu erfüllen. Julia hatte es nämlich mal wieder geschafft nicht ihren Kopf, der ist zum Glück angewachsen, sondern ihren Geldbeutel zu verlieren. - wobei es uns auch nicht wundern würde wenn irgendwann mal der Kopf fehlt.... ;) Zum Glück wurde der Geldbeutel  gefunden,  jedoch erst, als Julia bereits wieder in Deutschland war. Also müssen ihre Freunde die Geldbeutelrettung übernehmen!

Die Adresse herausgesucht und .... NEW LYNN?! Wir dachten wir sind bereits am Arsch der Welt, aber New Lynn toppt es. Eine Stunde Busfahrt reicher und einen Strang Nerven ärmer kam Rebecca endlich in der der Polizeistation dort an. Und was findet man dort? Ein Zettel auf dem steht: Polizeistation am 6.6.14 geschlossen wegen Erste Hilfe Kurs. Are you kidding me?? Eine Polizeistation geschlossen? So was gibts auch nur in Neuseeland.

Was nun? Am nächsten Tag nochmal hinfahren scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Sonja war inzwischen auch wieder in Auckland, also war der Plan, gemeinsam nach NL zu fahren. Bevor man jedoch unnötig nach NL fährt informiert man sich erst mal bei der I-Site ob die Polizei geöffnet ist. Immerhin ist ja Samstag! Gut dass wir gefragt haben, die Polizeistation war wirklich geschlossen! (Neseeland... tsts)

Allerdings hat die nette Dame bei der I-Site telefonisch mit einer anderen Polizeistation jemanden aufgetrieben, der nach New Lynn kommt und uns den Geldbeutel gibt. Was wir dazu machen müssen? Nach NL fahren und dort die Telefonbox neben der Eingangstür benutzen, die eine automatische Durchwahl ins richtige Revier hat. Easy, gesagt... und nicht umgesetzt. Angekommen haben wir nämlich festgestellt, dass die besagte Telefonbox nicht existiert. Also die einzige Nummer angerufen, die wir finden konnten. Die Polizeistation in Henderson. Wir wurden erst mal mit fünf verschiedenen Leuten verbunden, denen Rebecca immer wieder mit Engelsegduld das gleiche erzählt hat: Unsere Freundin hat ihren Geldbeutel verloren, die Polizei in Henderson wollte jemand schicken, wir sind jetzt da, kann bitte jemand kommen? Natürlich hat sich keiner angesprochen gefühlt.

Beim fünften Mal hats dann gereicht! : Schickt ihr jetzt bitte endlich jemand?? Wir wollen nur den scheiß Geldbeutel!

Die Antwort: Natürlich, es macht sich sofort jemand auf den Weg! ... Warum denn nicht gleich so??

So saßen wir also vor der Polizeistation, wie zwei Vollidioten und haben gewartet. Und plötzlich kommt ein Anruf: Ich bin schon in der Polizeistation, das war ja so mit der I-Site ausgemacht, kommt einfach zur Hintertür. ... Ups, zwei Polizisten zum gleich Ort bestellt. Entschuldigung!

Den Geldbeutel hatten wir nach einigen Minuten auch, eine Bevollmächtigung wollte der erst gar nicht sehen und die richtigen Formulare? Er hatte  keine Ahnung wo die sind. Aha, okay, wir unterschreiben auch nur im Notizbuch. Wenn ihm das reicht. Hauptsache Julia bekommt ihren Gedbeutel wieder!

Was für ein Stress am letzten Tag und ganz schön peinlich obendrein. Schnell weg!

Noch einen Abstecher auf den MT Eden :) ein letzter Blick auf das wunderschöne *hust* Auckland.

Zurück ins Hostel, packen und mit schwerem Herzen und einem bisschen Nervosität und Vorfreude schlafen gehen.... unsere 12 Mitbewohner haben uns da allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht... Dank Rugbyspiel und viel Alkohol war die ganze Nacht Rambazamba. Ist ja nicht so dass andere Menschen eine 31 Stunden reise vor sich haben. Danke Leute, 50 Stunden keinen Schlaf (nur ein unbequemes Nickerchen im Flugzeug) sind auch wirklich toll! Da bekommt man sicherlich keinen Jetlag. *gähn*

Mit vielen  Turbulenzen kamen wir safe in Deutschland an. Keiner von uns hat jemals so oft die Durchsage: We are passing turbulences, please remain your seat and fasten your seatbelt, gehört. Hauptsächlich beim Essen, selbstverständlich. Da ist das Wasser durch die Gegend geschwabbelt und das Essen verrutscht. Die Stewardessen mussten teilweise das Austeilen des Essens einstellen, da sie selbst ihre Sitzplätze einnehmen mussten. Diejenigen, die ihr Essen noch nicht hatten sind also hungrig geblieben, diejenigen, die ihr Essen bereits hatten aber auch, denn an essen war fast nicht zu denken.

Inzwischen sind wir wieder am einleben und Jetlag überwinden. Das Autofahren macht noch etwas Schwierigkeiten, denn Scheibenwischer und Blinker haben, mies wie sie sind, ihre Plätze getauscht. Was noch so anders ist?

Man verpasst die Grünphase der Ampel, weil sie keine Geräusche mehr macht.

Die Ampel ist viel zu lange grün, sogar eine alte Oma schafft es über die Straße.

Die Busfahrer sind verwirrt, wenn man ihnen beim Aussteigen dankt,

Die toten Possums auf der Straße fehlen irgendwie. Hat die Fahrbahn immer so abwechlungsreich gemacht.

Wo sind die Kühe und Schafe neben der Straße?

Schon lange kein "Speederzone 90 km/h" Schild mehr gesehen..

Wenn man 80 km/h fährt  kommt man sich nicht mehr vor wie Schuhmacher, sondern eher wie Opa im elektrischen Rollstuhl.

Die Türschlösser öffnen sich beim Drehen in eine andere Richtung.

Warum zur Hölle fahren alle auf der falschen Seite?

Man kriegt Shampoo für 0.85 €???

Alles ist so günstig!

Die Sonne brutzelt einem nicht die Haut weg.

Aber warm ist trotzdem. Der Wind fehlt irgendwie.

Alles ist grün, aber wo sind die ganzen Zäune und Gatter, die beim reiten so sehr stören?

Und juhu, die Pferde wissen hier, was ein Apfel ist und dass man ihn essen kann!

Mehrstöckige, isolierte Häuser. WOW!

Der Wasserdruck in der Dusche: Ist das eine Massagedusche?

Handyladezeit: Warum passt der Adapter nicht in die Steckdose? Oh, den brauch ich hier gar nicht.

Und ist euch was aufgefallen? Über Österreich lächelt die Sonne. Ü, Ö, Ä, ß. Wuhu, Umlaute!

Und was etwas nervig ist, y und z sind vertauscht. Meine Finger wissen gar nicht wo sie hinmüssen!

Das schlimmste ist aber das @. Wo war das nochmal? Nicht über der 2 wie gewohnt...

Und man sollte Menschen auf der Straße vllt nicht mit "How are you doing?" begrüßen. Sowas verwirrt sie im Normalfall. Auch die Verkäuferin im Laden schaut etwas perplex, wenn man sie mit "Excuse me!" anspricht. Warum nur?

Und wo stell ich hier den Einkaufswagen an die Kasse, damit er eingeladen wird? Und warum erwartet der Verkäufer, dass ich meinen  Kram selbst in Tüten packe? Dafür ist der doch da! In Deutschland anscheinend nicht.

 

 

Ihr seht, es dauert noch etwas bis wir wieder komplett in Deutschland eingelebt haben. Aber es wird besser, Tag für Tag!

Wir haben ja auch genug Freunde, die uns dabei unterstützen!

 

An dieser Stelle wollen wir uns ganz herzllich bei euch allen bedanken für das Lesen unseres Blogs! Es ist toll, dass ihr unsere Reise mitverfolgt habt, und so ein wenig an unserem Leben am anderen Ende der Welt teilgenommen habt! Hoffentlich haben euch unsere Geschichten gefallen, zum Lachen gebracht, euch etwas zum träumen gebracht, wie das Leben am Arsch der Welt so abläuft, euch auch mal nachdenklich gemacht und gespannt darauf, wie es weitergeht. Und natürlich hoffentlich NIE gelangweilt! ;)

Ohne viele von euch wäre die Reise wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen - vielen Dank dafür, dass wir dieses Abenteuer mit eurer Unterstützung umsetzen konnten! Allen voran natürlich unseren Familien!

Hiermit ist der Blog leider am Ende. Unglaublich aber wahr, denn sieben Monate sind vorbei. Ein Abenteuer geht zu Ende, aber das nächste wartet schon auf uns: Das Studium.

Wir werden das süße kleine Land am anderen Ende der Welt nie vergessen, und wie heißt es so schön, man sieht sich immer zweimal im Leben!

Sweet as, New Zealand!

Eure Weltenbummler. Sonja und Rebecca.

 

 

Lower Hutt, definitiv besser als Auckland

Dienstag, 03.06.2014

Also ich würde mal dezent sagen, es war eine sehr gute Entscheidung, nochmal diesen endlosen Weg auf mich zu nehmen xD

War vllt ein wenig ungeschickt, dass ich um 6am in Wellington ankam, denn ich hatte keine Ahnung, wie ich nach Lower Hutt kommen sollte, wo ich wieder bei Thomas im Motel wohnen konnte.
Also hieß es erstmal ein offenes Café finden, was ich tatsächlich nach einer halben Stunde suchen fand! Nach 1h gemütlich rumsitzen und aufwärmen dachte ich, ich könnte ja mal Richtung I-Site laufen und was ist, die macht erst um 8.30am auf, super, noch ne halbe Stunde rumsitzen...ABER das war gar nicht mal so schlecht, der Sonnenaufgang war nämlich unglaublich schön!

Dann aber endlich den Weg nach Lower Hutt gefunden (und dort dank einem sehr freundlichen Busfahrer auch das Motel, der Kerl war echt klasse!), Sachen abgestellt und ab in die Westfield Mall, weil ich da ja nicht gerade erst ausgestiegen bin aber was solls, der Piercingtermin war halt erst später und mit Backpack durch die Gegend laufen ist eh doof.
Und ja, nach diesem Tag war ich dann einen Tragus reicher :)

Abends, wobei ich es eher als nachts bezeichnen würde, kam dann tatsächlich Thomas zurück von der Arbeit, hab ihn dann aber erst morgens richtig begrüßt :D

Auch am nächsten Tag hatte ich ein volles Programm, hab mir nämlich tatsächlich eine Lord of the Rings Tour gegönnt, war richtig interessant und da ich die einzige Teilnehmerin war auch wirklich lehrreich. Hat halt seine Vorteile, dass alle Teile nur in Neuseeland gedreht wurden und der Guide dann eben deswegen auch verdammt gute Geschichten über die Schauspieler zu erzählen hatte, wie z.B. ein Aragorn der mitten im Park Schwertübungen macht und da es für den ersten Teil war, kannte ihn niemand und es wurde die Polizei gerufen :D oder die Schauspieler von Merry und Pippin dachten, die steinartigen Dinger in ihrem Vorgarten könnten beim Dreh stören und deswegen die Markierungen von Peter Jackson entfernt haben, ups xD

Zu Peter Jackson selbst kann man noch sagen, der ist echt klasse, er lebt immer noch in Wellington, sein Haus ist ganz normal, richtig Neuseelandstyle: klein und gemütlich und auch er selbst ist nicht abgehoben oder sonst was, er rennt immer noch in seinen zerissenen Hosen und Labbershirts rum, sehr sympatisch!

Bilder mussten dann natürlich auch gemacht werden:
Für die, die die Filme nicht so gut kennen
Hier sind die Hobbits im ersten Teil am Anfang den Berg runter gekullert:

Hier sieht/spürt Frodo den Nazgul:

Und hier verstecken sich alle unter der Wurzel. Zur Info, diesen Baum haben sie gemacht, indem sie einen Baumstumpf zurecht geschnitten haben und mit Photoshop die Wurzeln eingefügt haben, damit die normalgroßen Schauspieler schön klein wirken.

Die in der Tour mit inbegriffene Führung in den Weta Studios war auch unglaublich, denn da gerade Jubiläum ist, sind auch die Türen in den Workshop geöffnet und man sieht hautnah, wie die ganzen Kostüme angefertigt werden, nicht nur für LotR, sondern auch für Filme wie Avatar, der Hobbit, District 9 und viele mehr! Bilder waren leider nicht erlaubt, schade, nichts zum teilen für euch, außer die Figuren im Eingangsbereich:

Die 4h waren verdammt schnell rum und schon ging es zurück zur I-Site und für mich zurück ins Motel, nachdem ich noch gemütlich in Wellington unterwegs war und Thomas auf seiner Baustelle besucht hatte, man muss ja mal schauen, was der überhaupt so treibt den lieben langen Tag.

Und joa, den dritten und letzten Tag hab ich eigentlich nur noch gechillt, bin durch Lower Hutt geschländert, hab gepackt und das wars auch schon.

Am nächsten Morgen sollte ich dann um 7.10am an der Bushaltestelle in Wellington stehen, leider sind wir beide um 5 Uhr nach dem Wecker nochmal eingeschlafen und ich hab erst um 7 wieder auf die Uhr geschaut, damn! Zum Glück kam um 8.40am noch ein Bus, den also schnell gebucht und dann zack zack unter die Dusche, fertig packen, ab ins Auto, der Abschied war dementsprechend kurz :/ aber es gibt ja so ne tolle Erfindung namens Smartphones, wurde halt die genutzt :D

Die Busfahrt war ermüdend, langweilig, ich hatte 4h lang eine kotzende Frau neben mir und als ich endlich um 9 in Auckland ankam, wollte ich einfach nur noch schlafen, was ich dann auch gemacht habe, nachdem ich noch von Rebecca erfahren habe, dass es morgen nach NewLynn geht, dazu aber im nächsten Bericht mehr ;)

 

Sonja

 

wofür man gerne auf den 90 miles beach verzichtet

Sonntag, 01.06.2014

Nach langen 6,5h Busfahrt hatten Julia und Rebecca Waipu erreicht, wo sie eine Woche lang bei einer Familie wohnten, die wir aus Westport kannten. Ich musste daraufhin noch 30min alleine ohne Musik (ja meine SD Karte meinte in Tauranga, sich nicht mehr öffnen lassen zu müssen) bis nach Whangarei fahren, wo ich gleich von dem Hostelbesitzer abgeholt wurde. Das Hostel ist super schön und verdammt gemütlich, denn die Besitzer wohnen selbst darin, dementsprechend ist es dann auch eingerichtet.

Nach dem allgemein üblichen sich vorstellen ging es für mich dann erstmal in die Stadt zum Dive HQ, weil ich plante, einen PADI Open Water Course zu machen (mein Tauchschein aus Deutschland wurde nämlich zumindest in Tauranga nicht anerkannt). Ich also gemütlich in den Shop rein, Bücher abgeholt, gezahlt und nur beiläufig erwähnt, dass ich die meiste Theorie ja zum Glück schon kenne. Das machte ihn stutzig un nach Erklären der Situation war klar, ich weiß jetzt schon viel mehr, als man in dem Kurs lernen würde. Tony, der Tauchlehrer, meinte dann, er recherchiert mal ein wenig und ich soll später nochmal kommen. Das klang schonmal vielversprechend! 

Also ab zurück zum Backpacker und die Zeit nutzen, einen Kiwi ganz nahe zu erleben: hier gibt es nämlich einen Mann, der verletze Vögel aufnimmt, aufpeppelt und wieder frei lässt. Dieser Kiwi hat allerdings mit 14 Wochen ein Bein in einer Falle verloren und darf dafür jetzt durch ganz Neuseeland fliegen und den Kindern in den Schulen zeigen, wie ein Kiwi so lebt, süße Idee!

Danach gings wieder zurück zum Tauchcenter und ja, ich kann den DeepDiver Course machen! Wuhu! Das bedeutet nämlich auch, keine Theorieprüfung :) Also die zwei Bücher geachnappt, ins Hostel gelaufen und drei Tage lang wie eine Irre die Bücher lesen und verstehen, denn das sollte man schon wissen, auch ohne Prüfung.

Am Samstag ging es dann erstmal für eine Stunde in den Pool, um die Grundlagen des Tauchens aufzufrischen (normalerweise dauert das 2-3h, aber ich bin halt gut xD)

Und am Sonntag gings dann richtig los: um 6am klingelte der Wecker, um 7am war ich beim Center. Als alles gepackt war ging es direkt zum Hafen, das Boot wartete schon auf uns. Nach gut einer Stunde erreichten wir unseren Ankerplatz in den Poor Knights, da es aber geregnet hatte und wir nicht an die frische Luft konnten, ging es nicht nur mir schlecht...spielte aber keine Rolle mehr, als es endlich ins Wasser ging. Unsere Gruppe, Tony, ein andere Frau die den selben Kurs macht, und ich, waren die ersten. Etwas später sind Jody (Tonys Frau) und die drei Open Water Course Mädchen ins Waaser, der Rest waren private Taucher, wobei zwei von denen dachten, auch ohne wet suit tauchen gehn zu können, crazy guys :D

Es war einfach unglaublich da unten, beim ersten Dive lag einfach ein riesiger Rochen unter uns, wir sind bei beiden Dives durch allemöglichen Caves geschwommen und waren beide Male auf knapp 40m Tiefe, atemberaubend!

Dieser Tag ging viel zu schnell rum, aber wenigstens hatte es aufgehört zu regnen, wir konnten also raus sitzen, zum Glück!

Danach dann noch am Hafen gemütlich für ein Bier zusammen gesessen und dann wars das leider schon...

Am nächsten Tag gings morgens aber gerade wieder weiter mit dem Tauchen. Zwar nur an der Bucht und nur 8,5 Meter tief, dafür aber mit Navigation Training, wodurch wir zu Adventure Divern wurden! Um 2pm musste ich dann aber den Bus nach Auckland nehmen, eigentlich wäre der vereinbarte Kurs ja zu Ende, und ausserdem wollte ich ja Julia nochmal sehen, bevor sie abreist. Also den Bus nach Auckland genommen, 5 Tage gechillt und am 31.05. den nächstbesten Bus zurück nach Whangarei genommen!

Wieder wurde ich abgeholt, war als wäre ich nie weg gewesen und am 1.06., dem ersten Wintertag, meldete ich mich wieder im DiveHQ.

Dieses Mal ging es nach Paihia, Bay of Islands, und ein besseres Wetter hätten wir uns nicht wünschen können, strahlender Sonnenschein den ganzen Tag!

Und das Boot war auch besser, viel kleiner und schneller! 

Der ersta Dive hat dann auch nicht lange auf sich warten lassen und ab ging es auf 34.5m Tiefe und was wartet da auf uns? ein Wrack, die "Canterbury", die 2007 versenkt wurde, und die hieß es zu erkunden, beim ersten Dive mehr außen herum, beim zweiten Dive ging es dann direkt in das Boot, einfach unglaublich!

Unsere Mittagspause dazwischen hatten wir dieses Mal am Strand, war auch nicht schlecht, denn die Gegend dort ist einfach wunderschön und auf dem Rückweg zum Wrack ist einfach ein kleiner blauer Pinguin neben uns her geschwommen *.* 

Schon um 3pm hatten wir die Dives beendet, waren zurück an Land, hatten uns umgezogen und die Autos beladen, also nichts wie ab in den Pub. Auch dieses Mal hat es an Spaß, guter Laune und verdammt lustigen Gesprächen nicht gemangelt! Ihr könnt euch also vllt vorstellen, wie schwer mir dieser Abschied gefallen ist :/

Am Abend habe ich noch mein DeepDiver book bekommen, dass ich bis zum nächsten Morgen ausfüllen sollte, was ich dann auch direkt im Hostel gemacht habe.

Montags wurden die Antworten überprüft, alles richtig :) bin nun offiziell ein Padi Deep Diver! *.*

Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass diese zwei Wochenenden einfach awesome waren und ich dafür immer wieder auf den 90miles beach und alles andere da oben gerne verzichten würde!!! 

Auf die 22 Stunden Bus fahren und warten hätte ich dann am nächsten Tag allerding auch verzichten können...aber hoffentlich lohnt es sich, diesen langen Weg nocheinmal auf mich zu nehmen, aber naja, ich sitz lieber in Wellington rum als in Auckland!

 

Tauranga.

Samstag, 17.05.2014

 

 

Wir wohnen in einem super schoenen Hostel! Toller Garten, schoen klein,arschteuer und die Duschen spinnen.

Dafuer haben wir einen schoenen Ausflug an den Mount Maunganui gemacht, sind dort herumgelaufen, haben die Teilnehmer von Neuseeland sucht das Beachschaf getroffen und danach am Strand eine Meerjungfrau gesandelt. Ok, das waren nicht wir, erwischt. Sieht aber toll aus, oder? :)

Am Montag gehts fuer uns weiter nach Norden. Sonja macht in Whangarei einen open water Tauchkurs!! Und Rebecca trifft sich mit Julia und verbringt mit ihr eine Woche bei einer Familie in Waipu, die wir damals in Westport auf der Kuhfarm kennengelernt haben. Das wird sicher fuer beide toll!

Rotorua - endlich mal Touri sein!

Samstag, 17.05.2014

Angekommen erst mal in die Isite und ... den Geldbeutel erleichtert. Ob man Geld hat oder nicht spielt dabei keine Rolle, wenn man da ist, muss man das machen. Punkt. Also haben wir Aktivitaeten gebucht. 

1. Rainbow Springs. Kiwiiiis anschauen! Wovon es allerdings keine Bilder gibt :/ Aber wir haben sie gesehen! Vom Kuecken bis zum Riesen. Aber es gab ja noch andere schoene Sachen, besonders bei Nacht hat uns der Park gut gefallen!

Was die Fische allerdings fuer Anbetungszeremonien zelebriert haben, wissen wir nicht. Creepy wars trotzdem! 

2. Wai-O-Tapu. Rotorua stinkt. Das ist das was jeder Touri weiss. Es stinkt nach verfaulten Eiern, egal wo du bist, Tag und Nacht. Der Grund dafuer ist, dass die Stadt vulkanisch aktiv ist, weshalb es auch aus jedem Loch dampft. Hoert sich lustig an, ist aber so.

Es gibt jedoch einen Ort, der noch mehr stinkt. Wai-o-Tapu Wonderland! Viel zu viele Quadratmeter stinkende, blubbernde Loecherebene. Den Geruch koennen wir leider - oder vielleicht gut fuer euch - nicht mitschicken, aber dafuer viele Bilder von der mehr oder weniger huebschen Landschaft.

Unser Busfahrer hat uns vorher noch die Mudpools gezeigt, was nicht in der eigentlichen Tour beinhaltet war - sehr nett von ihm! :) 

Dass manche sich das freiwillig auf die Haut schmieren verstehen wir nicht... sieht naemlich ziemlich eklig aus. 

Ein weiterer Stop war der Lady Knox Geysir, der puenklich um 10:15 am in die Luft gejagd wurde. 

3. Rafting!!. Ein bisschen Aktion muss auch dabei sein! Und so ein 7 Meter Wasserfall war dafuer genau das richtige! Also ging es mit unserer grossen Gruppe - zwei Guides und wir - hinaus auf den River...aber erst nachdem gebetet wurde, in Maori Sitte.             

Und der beaengstigende Wasserfall. Werden wir es schaffen? Oder wird sich das Boot drehen? Oder wir herausfallen? Noch ein kurzer Stop, ein Mutschrei und dann: Paddle with confidence! Wuhu!

Nein, alles gut gegangen. Alle leben noch. Auch wenn unsere Guides etwas veraengstigt aussahen... die haben wohl mit dem Untergang gerechnet. Aber dank Sonja und Rebecca, den erfahrenen Raftern, ging alles gut! 

4. Gondola: Ja, dazu gibt es nichts zu sagen. Letzter Morgen vor der Busfahrt nach Tauranga. Hochgefahren, rumgelaufen, die schoene Aussicht genossen, runtergefahren. Tadaaa

   

Taupo und der Weg des Rings *muhahaha*

Samstag, 17.05.2014

In Taupo haben wir dann zum ersten Mal bemerkt, dass es Herbst wird. Nicht wegen der Kaelte, sondern wegen dem Farbenspiel der Baeume. Was man dazu vielleicht wissen sollte, die einheimischen Baeume Neuseelands verlieren ihre Blaetter waehrend des Winters gar nicht! Nur die "importierten" Baeume - also gibt es in Taupo anscheinend mehr importierte Baeume. Gute Logik, oder? :D

Taupo hat landschaftlich einiges zu bieten, denn direkt dem Stadtzentrum liegt ein grosser See. Lake Taupo. Ein sehr grosser See.

Eigentlich sind wir nach Taupo gegangen, um von dort das Tongariro Alpine Crossing zu machen. Mittwochs angekommen mussten wir aber leider feststellen,dass das Wetter bis zum Wochenende wohl nicht mitspielen wird. Haben wir uns ein Alternativprogramm ausdenken muessen, wie zum Beispiel Maorikultur im Park begutachten:

Oder uns auf den Weg zu den Wasserfaellen machen, wo wir auf dem Weg noch kleine Zwischenstopps eingelegt haben, wie zum Beispiel an den heissen Quellen

oder an einem huebschen kleinen See.

Wir haetten uns vielleicht nicht so viel Zeit auf dem Weg lassen sollen, denn kurz bevor wir an den Wasserfaellen angekommen sind hat es angefangen zu regnen. Und aus dem Regen wurde Hagel und wir wurden nass. Richtig nass. Und das alles fuer diese "Wasserfaelle".  Zurueck haben wir uns dann ein Taxi genommen, da wir nicht noch tropfnass zwei Stunden heimlaufen wollten. Denn am naechsten Tag wollten wir fit (und nicht erkaeltet) sein, um in Frodos Fussstapfen zu treten.

Mit dem Shuttle ging es also samstags um 5:30am Richtung Tongariro National Park. Es war der erste Tag innerhalb einer Woche, dass das Shuttle ueberhaupt gefahren ist. An allen anderen Tagen wurde es wegen Schlechtwetterbedingungen wie Regen oder Schneefall abgesagt. Wir hatten gerade noch Glueck, in ein paar Wochen haetten wir das Crossing sicherlich nicht mehr laufen koennen, da der Track stellenweise vereist war und es a*schkalt war. 

Der Track ist ca 19 km lang und steigt von 1100m auf 1900m und faellt danach bis auf 700 Meter. Angegeben sind 6 1/2 Stunden reiner Laufweg, also einiges zu bewaeltigen. Der Weg fuehrt ueber Mt Doom zum hoechsten Punkt des Tracks ueber den Red Crater (den wir leider dank Nebel nicht von oben gesehen haben) zu den Emerald Lakes und geht weiter ueber den Blue Lake in einem nicht enden wollenden Abstieg zurueck nach unten. Die Landschaft dabei veraendert sich gewaltig, von Vulkanlandschaft zu Regenwald am Ende. Die Temperaturen haben sich angepasst, von -2 at the Top zu 15 Grad am Endpunkt. Viel Spass beim Bilder schauen! :)

Nach sieben Stunden haben wir das Crossing erfolgreich beendet. Mt Doom wurde nicht bestiegen, weil wir leider keinen Sam hatten, der uns hochtragen wuerde ;) und Schnee bzw. Eis haben den Rest spannnend genug gemacht. Der Anstieg war zwar anstrengend, aber man hat sich - oben angekommen - auch schnell wieder erholt. Vom Weg nach unten haben wir uns dann mehrere Tage erholen muessen. 4 Stunden abwaerts geht eben doch ganz schoen auf die Beine!

Unser Lieblingstip aus der Map, die wir im Shuttle bekommen haben, wollen wir noch gerne mit euch teilen, weil er jedem in jeder erdenklichen Situation sicher helfen kann:

Prepare yourself for what's coming. You can do it! Step by step. Breathe. 

Wir habens geschafft und uns weiter gemacht auf den Weg nach Rotorua.

Napier - endlich wieder vereint

Samstag, 17.05.2014

Am 4.05. waren wir endlich wieder vereint, nach diesen langen 10 Wochen! Und da Rebecca sowieso von ihrem Wwoofing Platz aus in Napier war, hat es sich angeboten, sich direkt dort zu treffen. Napier an sich ist eine wunderschoene Stadt, da sind wir beide uns einig und auch einer der Favoriten als spaeteren Wohnort :P

Napier ist die groesste - und einzige - Artdeco Stadt in Neuseeland. Viel mehr als eine Radtour kann man dort aber leider auch nicht unternehmen und so haben wir uns die Fahrraeder geschnappt und sind losgefahren.  Rund 40 km haben wir geschafft.

 Wir hatten strahlenden Sonnenschein.... und Gegenwind. Juhu! Und danach erstaunlicherweise keinen Sonnenbrand ;) 

Danach haben wir noch einen schnellen Abstecher zum Friseur gemacht, damit Sonjas Loewenmaehne endlich mal wieder gebaendigt wird und haben uns dabei auch noch von der Friseurin viele Tips fuer unseren spaeteren Aufenthalt in Rotorua geben lassen. Hat sich also gelohnt!

Sehr viel mehr gibts zu den zwei Tagen in Napier nicht zu schreiben .... denn schon ging es weiter nach Taupooooooo! :)

HelpX Stay mit Ginny Mackay am Hawkes Bay, North Island

Sonntag, 11.05.2014

Nach den zwei Wochen Roadie mit Marco ging es ab zum naechsten Helpx Stay, den mit Dafs Partnerin vermittelt hat: bei Ginny Mackay in der Naehe von Hawkes Bay auf der Nordinsel.

Gewohnt habe ich am Ende der Welt auf einer riesengrossen Farm. Der naechste Nachbar hat ca 10 Minuten Fahrt die Strasse runter gewohnt. Handynetz gab es nur auf den Huegeln oder in einem Paddock mit 100 Kuehen. Ich kam mir immer sehr bloed vor, wenn ich in der Herde Rinder stand und auf meinem Handy rumgetippelt habe - beoabachtet von 100 Augenpaaren O.o

Hier das Haus und die Umgebung:

Mein Zimmer (ausserhalb und arschkalt):

Und das Haus von Innen:

Meine Hauptaufgabe auf so einer grossen Farm? Ratet mal... genau, reiten!

Geritten bin ich Sue, Ginnys 3 jaehrige Stute. Frisch eingeritten und bei Ginny erst 10 mal unterm Sattel. Ich war am Anfang maessig begeistert, bin ich doch etwas unsanft von Daf's Jungpferd abgestiegen. Aber Sue hat mich eines besseren belehrt. Lammfrom und eine richtige Lebensversicherung! Ich habe mich sehr schnell wohlgefuehlt auf ihr und hatte das Gefuehl, dass das Riesenbaby ganz gut auf den neuen Reiter achtet :)

Mit dem Pferd war ich also mehr als zufrieden, doch trotzdem konnte ich das reiten nicht ganz so geniessen wie ich das gerne wollte. Die Huegel hoch fand ich noch recht amuesant (haette ich da zu Fuss hochgemusst wuerde ich jetzt sicher was anderes sagen ;) ) aber hinunter... ? Meine Guete, das war steil! Ginnys Schwester, mit der ich taglich geritten bin, hat sich immer totgelacht ueber meinen panischen Gesichtsausdruck und mich liebevoll "Pussy" getauft. Was ich spaeter erst erfahren habe ist, dass ihr Pferd Stollen an den hinteren Hufeisen hatte im Gegensatz zu Sue. Also kein Wunder dass wir mehr die Huegel runtergeschlittert sind als gelaufen! Nach drei Wochen hatte ich mich aber dran gewoehnt und bin auch "laessig" - aeusserlich, nicht innerlich!- einhaendig mit losem Zuegel den Berg runterge..schlittert *hust* geritten! ;)

 Sharmayn mit May (Pferd) und Page (Hund) :)   

Und der Albtraum meiner schlaflosen Naechte: Die Huegel!

Nach dem Reiten habe ich meistens noch etwas auf der Farm "geholfen". Besser gesagt, ich bin wie ein Huendchen hinterhergedackelt und habe eins, zwei kleinere Aufgaben erledigt. 

Wie zum Beispiel Schafe drenchen = ihnen Paste gegen Wuermer spritzen. Das haben Sonja und ich schon in Westport auf der Dairy Farm gemacht. Schafen etwas ins Maul zu spritzen hat sich allerdings einfacher herausgestellt als Kaelbern. Man drueckt sie einfach mit dem Knie in eine Ecke, fasst unter das Kinn, zieht den Kopf hoch, Spritze rein und druecken. Easy!

Was an der ganzen Geschichte etwas unangenehm ist, ist dass die Schafe ueberall Disteln im Fell hatten und die sich leider in das eigene Fleisch eingebort haben. Ich habe heute - drei Wochen spaeter - immernoch einen blauen Fleck mit Distelrest im Knie, der hoffentlich noch irgendwann herauswachsen wird!

Und nun kommt das, worauf ihr schon seit einem halben Jahr (wahrscheinlich) wartet! Es gab davon schon ein paar, aber bei weitem nicht genug... Schafsbilder! Denn egal wie distelverseucht die Viecher sind, suess sind sie auf jeden Fall!

 

Ich habe bei Ginny einiges ueber Schafe gelernt, aber ich erspare euch das an dieser Stelle. Viel ueber Verhalten und Krankheiten, was euch sicherlich nicht interessiert. Eine sehr interessante Geschichte habe ich jedoch zu erzaehlen! 

Ginny hat einen Helfer auf der Farm, der ihr drei Mal die Woche hilft und Roger heisst. Ginnys Partner lebt nicht auf der Farm sondern in der Stadt, weshalb Ginny des oefteren abends in die Stadt gefahren ist und erst am Mittag des darauffolgenden Tages zurueckkam. Ich war also an einem solchen Tag allein zuhause (Rebecca allein Zuhaus, juhu!),bin nach einer schoenen warmen Dusche zu Roger hinuntergeschlendert um ihm etwas bei den Aufgaben zu helfen, die Ginny ihm aufgetragen hatte und bin natuerlich genau zur richtigen Zeit gekommen. Denn was war das einzige, das er noch zu tun hatte? - ein Kill! Uebersetzt, er musste einen Hammel toeten ... und konnte dafuer natuerlich Hilfe gebrauchen!

Der arme Kerl der dran glauben musste war ein ganz schoenes Riesenvieh! Und hat mir wirklich Leid getan. Aber Hundefutter und Sonntagsbraten faellt halt nicht vom Himmel!

Also haben wir das arme Tier erstmal in die "Toetungszelle" (meine Wortkreation) hineingescheucht.

Sieht schon ziemlich gruselig aus, oder? Ich hab mich darin nicht wohlgefuehlt.

Als naechstes das Schaf "umwerfen", indem man ihm die Beine wegzieht. Ich habe mich mit beiden Fuessen auf das untere Hinterbein gestellt und mit beiden Haenden das andere Bein umklammert. Das Kerlchen hatte ganz schoen Kraft und gestrampelt wie ein Weltmeister. Was ihm jeodch nichts geholfen hat, denn innerhalb von Sekunden hatte Roger ihm die Kehle durchgeschnitten. Nachdem wir ihn etwas haben ausbluten lassen hat Roger angefangen das Fell mit dem Messer abzuscharben. Dafuer wird erstmal am Ellenbogen und den Knien die Knochen gebrochen und von da aus wird das Fell heruntergeschabt. Ca. auf Bauchnabelhoehe hat Roger dann gestoppt und wir haben den Hammel an den Hinterbeinen an dem Haken, der oben im Bild an der Wand baumelt, aufgehaengt. Unser Plan war es, das restliche Fell abzuziehen. Roger als ein gebrochenes Bein in die Hand genommen und ich das andere und mit den Worten "kaha, girl, kaha!" (Kaha ist maori und bedeutet soviel wie Starke. Er hat mich also aufgefordert mit Kraft zu ziehen) wurde gezogen. Und hier wird es lustig. Denn der Haken an der Decke gab nach, Roger und ich sind nach hinten umgefallen und der tote Hammel ist auf uns gelandet. Ziemlich eklig aber auch mega lustig! Unter dem Vieh dann wieder hervorzuklettern war eine kleine Herausforderung, denn er war wirklich schwer! Wir haben ihn dann wieder aufgehaengt und beim zweiten Versuch waren wir erfolgreich! Das Fell war ab und weiter ging es mit den Innereien. Ich habe eine kleine Organkunde bekommen und durfte alles antatschen - eine verrueckte Erfahrung. Das war ganz schoen ekelhaft! 

Es hoert sich fuer viele jetzt sicher komisch an wenn ich sage, dass ich es als spannende und gute Erfahrung empfunden habe. Doch ich hatte weder ein schlechtes Gewissen, noch Ekel vor dem toten Tier. Es hat einfach zum Alltag gehoert. Gegessen habe ich ihn jedoch nicht, jedoch nur weil der Braten gerochen hat wie der Hammel als er gelebt hat - ekelhaft! Auch die Art wie er zerteilt wurde fand ich nicht sonderlich appetitanregend: Auf einen Baumstamm gelgt und mit der Axt zerteilt und anschliessend auf die Ladeflaeche des Trucks geworfen. Wuergh. Igitt, nein danke. Bleibt mehr fuer die Hunde, ist doch nett von mir! :)

Auch ganz interessant war der Besuch des Tierarztes, der die Stuten auf Schwangerschaft untersucht hat. Das war das erste Mal, dass ich ein Pfedebabyembryo gesehen habe. Unglaublich, ich haette Stunden auf das Ultraschallbild schauen koennen!

Ein Highlight der drei Wochen war der Besuch von Julia und Natascha! Da Ginny und ihre Tochter ueber Nacht weg waren, hatte wir sturmfrei und haben das voll ausgenutzt! Den Kuehlschrank gebluendert und ab in den Spa Pool! 

Ginnys Hund Ruby hat uns dabei Gesellschaft geleistet und - was wir leider zu spaet gemerkt haben - den Kaese von unseren Sellerie-Kaese-Haeppchen geklaut! Der Sellerie war natuerlich noch uebrig... 

Am nachsten Morgen hatten wir eine kleine Aufgabe, die Ginny mir hinterlassen hatte. 200 Schafe aus dem Paddock in die Yards treiben, damit die Schaefer am folgenden Tag frueh morgens anfangen koennen. 

Den Schafen hat das nicht so gepasst, aber wie ihr an den Bildern sehen koennt, waren wir erfolgreich! 20 Minuten hat es gedauert, bis wir die Masse Wolle in den Yards hatten. Einfach war es jedoch nicht, denn am Anfang sind die Schafe ueberall hingerannt ausser dahin, wo sie sollten. Und ohne Hunde ist das wirklich eine Herausforderung. Wie mir Ginny spaeter gesagt hat, hat sie gedacht dass wir das eh nicht schaffen. Sie wollte uns nur etwas aergern.  Aber Ende gut, alles gut, Schafe sind da wo sie sein sollen und Ginny hat ganz schoen doof geguckt!  Spass hat es definitiv gemacht und die Scherer konnten am naechsten morgen Anfangen zu scheren!

Mittags ging es mit Ginnys Kayaks auf den Fluss! Vier Stunden paddeln bis zum Meer, was durch die Stromschnellen zu einem kleinen Abenteuer wurde! Ich habe es immer gemeistert zwischen Steinen steckenzubleiben und nachdem ich das Kajak wieder befreit habe die Stromschnellen rueckwaerts herunterzufahren. Das war lustig! Natascha hat die einzig tiefe Stelle im Fluss ausgesucht um hineinzufallen und war nass von oben bis unten! Nur Julia hat es ohne kentern bis zum Ende geschafft! :D

Am naechsten Tag haben wir noch einen kleinen Ausflug nach Napier gemacht. Etwas Stadtbummel - das war ein schoener Tag! :)

 

Am letzten Tag bei Ginny hat mir Sharmayn einen Traum erfuellt - reiten am Meer! Leider mussten wir dafuer ein gutes Stueck auf der Strasse reiten und da Sue und May beide mindestens ein Hufeisen verloren hatten waehrend der letzten Wochen, waren wir gezwungen, andere Pferde zu nehmen. Es war trotzdem toll! :)

Es waren coole drei Wochen bei Ginny mit einem Haufen neuer Erfahrungen - thanks a lot!

 

Unglaublich, aber das war mein letzter Farmstay in Neuseeland! Denn es sind nur noch 5 Wochen bevor es nach Hause geht! Am 9.6. sind wir zurueck, weit weg von Farmen, grossen gruenen Paddocks und Schafen. Ich freue mich schon auf zuhause, aber vorher geht es noch weiter in den Norden mit Sonja, die ich jetzt in Napier wiedertreffe. Byebye, Farmlife!

 

 

P.s.: Dieser Eintrag ist mal wieder viel zu spaet geschrieben worden - sorry! -  und ihr muesst ihn zeitlich vor den Eintraegen ueber Taupo, Rotorua und Tauranga einordnen. ;) 

Best stay in New Zealand - Rebecca

Sonntag, 11.05.2014

Dieser Eintrag wird ein ganz besonderer. Zumindest hat er fuer mich eine besondere Bedeutung, da mir die beiden Personen, um die es geht, besonders an Herz gewachsen sind. Von Dennise habe ich in frueheren Blogeintraegen bereits geschrieben. Sie war die nette Dame im Reitladen, die mir meine Reitboots verkauft hat und mir abgeboten hat, falls ich nach Christchurch zurueckkomme, bei ihr zu wohnen und ihre Pferde zu reiten. Obwohl ich nach den 3 Wochen bei Daf erst einmal genug hatte vom reiten (Ich habe am vorletzten Tag einen ungewollten und etwas unbequemen Abgang hingelegt), wollte ich mir auch diesen Stay nicht entgehen lassen und bin nach ein paar Tagen Entspannung in Dunedin und Moeraki zurueck nach Christchurch um bei Dennise und Ray zu wohnen.

Dennise, die ihr hier auf dem Bild seht, ist die wohl liebenswerteste Person, die ich jemals getroffen habe! Jeder meiner Freunde, die sie kennengelernt haben, haben sie sofort ins Herz geschlossen. SIe ist so herzlich, stets gut gelaunt, einfach eine Person, die man immer gerne um sich hat!

Ray ist mindestens genauso herzlich und hat immer einen flotten Spruch parat :)

Nachdem ich bei Daf eher spatanisch gelebt habe (Keine Heizung, das Bett praktisch nicht existent und das Sofa vom Hund so durchgelegen, dass man das Gefuehl hatte in einer Haengematte zu liegen) war das Haus von D&R wirklich das Paradies!

Das Haus:

Wohn-/Esszimmer und Kueche: 

Mein Zimmer:   

Und Dennise Drinking Hut:

mit vielen wunderbaren alten Dingen die sie gesammelt hat. :)

 Meine Hauptaufgabe waehrend den zwei Wochen, die ich bei ihnen war, war hauptsaechlich das reiten von Jackson, Dennise's 4-jaehrigem Pinto, der seit ca einem Jahr unter dem Sattel ist, aber noch sehr viel zu lernen hat. Er war ein super lieber, schmusiger Kerl, aber hat eine Arbeitseinstellung wie ein Esel! :D

 

Wenn ich mit ihm fertig war, kam Dennise zweites Pferd Ted an die Reihe. Da Dennise ihn in der Zeit wo ich bei ihr war auf einer Show vorfuehren wollte, hiess es jeden Tag ausfuehrliches Buersten und huebsch machen. Da Ted eigentlich eigentlich ein Passer ist (zusaetzliche Gangart zum Trab), er waehrend der Show aber traben musste, habe ich ihn jeden Tag auch noch zehn Minuten herumgefuehrt, bin neben ihm hergerannt und habe versucht ihn davon zu ueberzeugen, seine Beine doch bitte in der richtigen Reihenfolge zu bewegen. Das war mehr ein Workout fuer mich als fuer ihn!

Shows wie solche, auf die Ted gegangen ist, haben wir in Deutschland gar nicht. Das Perd wird als Handpferd vor einem Richter vorgefuehrt, der dann in verschiedenen Kategorien wie "Best mannered","Best paced","Best behaved", etc. richtet und den jeweiligen Gewinner kuert. Es ist schon fast laecherlich, wie wir Ted dafuer herausgeputzt haben! Abgesehen vom taeglichen Buersten haben wir ihm Maehne und Schweif gefaerbt und ihn unzaehlig oft einshampooniert. Am Tag der Show haben wir aber noch haertere Geschuetze aufgefahren. Haltet euch fest: Kurz bevor wir zur Show gefahren sind packt Dennise doch wirklich Make-up aus! Den weissen Fleck auf der Stirn noch etwas nachbessern (hat keine schoene Form), Smokey Eyes sind ein Muss, die schwarzen eine noch nicht schwarz genug und Maul und Nuestern duerfen auch nicht so einen starken Graustich haben. Ihr koennts nicht glauben? Ich konnts auch nicht...

Doch es hat sich im nachhinein wirklich gelohnt! Teddy sah top aus und von fuenf Kategorien hat er fuenf Preise mitgenommen! 2x erster Platz, 1x zweiter PLatz und 2x dritter Platz. Fuer den Championtitel hats allerdings nicht gereicht. Naja, nachstes Mal :)

Sobald ich mit Dennise's boys fertig war, bin ich meistens zu Ray in den grossen Stall rueber.

Ray trainiert Traber und Passer und ich konnte immer helfen Pferde einzuschirren, nach dem Training auf dem Racetrack abzuschirren, Pferde abzuspritzen und wieder raus auf den Paddock zu stellen. Oder manchmal auch mit ihnen Schwimmtraining zu absolvieren:

Es hat super Spass gemacht! Aber mein Highlight war definitv das selber fahren! :) :)

Das Pferd auf dem Bild, Monorail, hat uebrigens am naechsten Tag das Rennen gewonnen und ist in die naechsthoehere Klasse aufgestiegen!

Wenn gerade nichts zu tun war im Stall habe ich entweder mit Monty gespielt:

Oder mich im coolen Aufentaltsraum aufgehalten, in dem die Waende volltapeziert sind mit Bildern von Rennen und Preisen, die Ray irgendwann mal gewonnen hat. Ganz gross in einer Ecke ist ein Bild von Tobaggo, dem World Record Holder - von dem Ray Mitbesitzer war! Ziemlich cool, oder? :)

Ein kleines Highlight im Aufenthaltsraum waren ausserdem die Katzenbabies!

Die kleine graue ist Smokey. Sie hatte ein Talent immer zwischen jedermanns Fuesse zu kommen... Ray kam eines Tages aus dem Stall und meinte: Diese verfluchte Smokey! Immer zwischen den Fuessen und dann kickst du sie aus dem Weg und beim neachsten Schritt ist sie schon wieder unter deinem Fuss. Du kannst sie den ganzen Tag vor dir herkicken wenn du willst! Das beschreibt es eigentlich ganz gut :D

An den Tagen, an denen Dennise frei hatte, sind wir oft shoppen gegangen - ihr Lieblingshobby ;) oder haben Ausfluege gemacht, wie zum Beispiel einmal nach Akaroa. Das war ein super schoener Tag!

Oder sie haben mich abends mit den in den Pub geschleppt, damit ich ja ALLE ihre Freunde kennen lerne. Wunderbar.

 An einem Tag haben mich dann Julia und Marco besucht! Das war ein super cooler Tag und Abend! Unsere Beschaeftigung? Unter anderem mit dem Quad durch die Gegend cruisen :D

Und Abends hat "Elvis" -keine Ahnung wie sein wirklicher Name ist, alle nennen ihn nur Elvis- Austern mitgebracht, die ich natuerlich nicht probiert habe, denen den anderen aber geschmeckt haben. Nunja, zumindest Marco ;)

 

Am letzten Abend ist Marco vorbeigekommen, mit dem ich danach losgefahren bin um Lake Tekapo, Lake Pukaki, Mount Cook und Abel Tasman zu sehen. Motiviert wie er war wollte Marco den Beiden ein "typisch deutsches Essen" machen (=Kaesespaetzle). Hat auch geklappt, aber kein Kommentar wie die Kueche danach aussah! Trotzdem ein schoener Abend und ein guter Abschluss der beiden tollen Wochen, die ich bei Dennise und Ray hatte!

 

Thanks Dennise and Ray for the wonderful time I could spent with you! It was definitely the time I most enjoyed in New Zealand. The two weeks felt more like 2 days and I was never ever bored though not exhausted! I had so many good days with good experiences and I felt really welcome for the very first time and not one time out of place. TanksThanksThanks! <3

on the road again

Donnerstag, 08.05.2014

So, wird mal wieder Zeit was zu schreiben, denn  ja, auch bei mir tat sich was :D

Erstmal habe ich dank meiner wundervollen Arbeitsagentur Tradestaff meinen Job bei Avis verloren, denn die Deppen haben nie die richtige Anzahl an Menschen hingeschickt und wurden deswegen durch Coverstaff ersetzt. Naja, einen Tag später hatten sie einen anderen Job für mich: Gatewoman. Eigentlich muss ich dabei an der Ausfahrt von einer Baustelle stehen und schauen, dass keine dummen Menschen zwischen den LKW und seinen Anhänger laufen. Da aber max. 5 LKWs im Einsatz waren und über eine Stunde unterwegs sind wurde ich 3 Wochen lang fürs Bücher lesen, Filme schauen, Musik hören und langweilen bezahlt :D

In der Zwischenzeit wurde es auch im Hostel super, denn Jan ist in der letzten Woche in mein Zimmer gezogen und wir haben Julia und Matti kennen gelernt, mit denen wir dann unsere Freizeit verbrachten. Da wurde gekocht, Filme geschaut oder einfach nur relaxed, schöne Zeit :)

Allerdings hiess es dann für mich am 29.04 Abschied nehmen. War ein komisches Gefühl, das Vagabond, was 3 Monate mein zu Hause war, zu verlassen. Man muss aber dazu sagen, zu schwer fiel der Abschied nicht, denn die meisten Menschen, mit denen ich was zu tun hatte, waren schon abgereist oder sind spätestens jetzt auch wieder unterwegs.Außerdem war der Trip mit Josh, einem Arbeitskollegen von Avis, nach Picton gar nicht mal so schlecht mit dem Zwischenstopp in Hanmer Springs :)

Dann aber am 1.05. von der Fähre aus, nach 6 langen, erfahrungsreichen und unglaublich schönen Monaten Goodbye zu der Südinsel sagen zu müssen war seltsam.
Mit jeder Meile wuchs aber auch die Vorfreude auf die Nordinsel, denn wie das Glück es so will muss Thomas gerade dort in einer Mall an einer ANZ arbeiten und hat gefragt, ob ich nicht die 3 Nächte in sein Motel ziehen möchte, denn erstens haben die zwei, Johnny und er, 5 Betten und brauchen nur 2 und zweitens müssen sie eh nachts arbeiten, sprich, die Unit gehörte ab 5pm mir!
Zumindest die letzten zwei Nächte, denn in der ersten Nacht hatten die Zwei frei und das wurde gefeiert. Thomas hat noch zwei seiner Freunde eingeladen, Sarah und Anthony, und zusammen sind wir dann durch Wellington gezogen und hatten eine unvergesslich lustige Nacht.
Joa und ihr könnt euch sicher denken, dass ich meine "Mitbewohner" sonst eher selten gesehen habe, Thomas zwar mehr als Johnny, einfach weil er ständig irgendwas für die Arbeit planen musste oder angerufen wurde, aber naja, viel gemacht haben wir nicht zusammen...Workaholics halt, schlimm mit denen! :D

Und am 4.05. ging es ja dann auch schon um 7.30am ab nach Napier, wo ich mich endlich wieder mit Becca getroffen habe! Dazu aber in einem anderen Blogeintrag mehr ;)

 

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